Peter Robert Keil ist in Berlin aufgewachsen und lebt derzeit in Bayern, Berlin und Florida. Einst war er bekannt als «der wilde Mann von Berlin». Zu diesem Übernamen haben seine widerspenstigen Haarsträhnen, seine Kunst und sein Lebensstil geführt. Heute zählt der 77-Jährige zu den besten zeitgenössischen Malern Deutschlands. Seine Werke sind in vielen Museen und Galerien ausgestellt. Kunstkenner schätzen vor allem seine dynamischen Formen und Farbauswahl.

Die Kunstwerke von Keil bestehen in erster Linie aus Ölfarben auf Leinwand, Karton oder Keramik. Er ist kein Künstler, der «die heile Welt» zeigen will. Vielmehr lässt er sich bei der Wahl seiner Sujets von Alltagssituationen inspirieren. Beispielsweise malt er gerne Begegnungen mit anderen Menschen – sei es in Bars, auf der Straße oder bei der Arbeit. Besonders interessant findet Peter Robert Keil jedoch Geschichten von Personen, die am Rande der Gesellschaft leben. Dazu gehören Diebe, Drogenabhängige, Prostituierte und Zuhälter. All diejenigen, die sich für eine Existenz auf der anderen Seite der Gesellschaft entschieden haben. Auch deswegen werden seine Bilder oft kontrovers diskutiert.

Keil entdeckte schon mit zehn Jahren seine Leidenschaft fürs Malen. Mit 15 lernte er Otto Nagel kennen, der zu seinem Mentor wurde. Otto Nagel wies ihn in die verschiedenen Maltechniken ein. Zudem lehrte er ihn den Umgang mit Farben. Anschließend studierte Peter Robert Keil an der Berliner Akademie der Bildenden Künste. Anfang der 60er Jahre war er oft auf Mallorca und lernte dort Miró kennen. Keil besuchte Miró wiederholt in seinem Atelier. Außerdem führten seine Lehrjahre den jungen Künstler nach Paris, wo er ein Studio bezog.